Leben aufgeschoben?!

Das Leben ändert sich unaufhörlich. Jeden Tag. In jeder Bewegung. Injedem Atemzug. Veränderung ist der Pulsschlag des Lebens. Der Impuls, der ein Leben lebenswert macht. Es hat sich so viel verändert in den letzten Wochen. In meinem Leben. Im Leben anderer. So kommt es mir zumindest vor. Eigentlich ist seit meinem Jobwechsel nicht viel nennenswertes passiert. Aber dennoch fühle ich mich anders. Nehme Dinge anders wahr. Gehe mit gewissen Menschen anders um.

Was passiert ist? Ich habe mich verändert. In eine Richtung verändert, in die ich nicht gehen wollte. In den letzten Monaten war ich sehr unachtsam mit mir selbst. Ich war so sehr mit mir selbst beschäftigt dass ich andere Menschen nur noch getrübt wahrgenommen habe. Ich bin nicht mehr richtig auf ihre Gefühle eingegangen, weil ich selbst zu viel mit mir selbst zu tun hatte.

Zudem hatte ich mit meinem Job zu viel um die Ohren, was es noch schlimmer gemacht hat. Dazu kommt, dass ich ehrenamtlich sehr stark bei HEIMATSUCHER involviert bin. Wenn ich nach einem 10 Stunden Tag nach Hause komme, dann esse ich meist schnell noch etwas und arbeite dann bis zum ins Bett gehen E-Mails ab und versuche mich nützlich zu machen. Und das Gefühl trügt. Einerseits fühle ich mich nützlich, aber andererseits lebe ich so momentan auch etwas an meinem Leben vorbei. Das will ich wieder ändern und mehr für mich machen.

Ich fühle mich seelisch ausgetrocknet, verzehrt und müde. Dabei habe ich in den letzten beiden Tagen so gut wie nichts gemacht. Ich saß hier so rum, habe viel über mich nachgedacht, Musik gehört, einige Filme geguckt, und habe mich zurückgezogen. Ich brauchte meine Ruhe. Wollte traurig sein. Sich verlieren in dem Gefühl. Weinen ohne Grund, um der Seele Druck zu nehmen. Anders als sonst. Da bin ich traurig, und ich weiss nicht genau wieso. Diesmal wollte ich einfach traurig sein, der Traurigkeit wegen. Macht das Sinn?

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"Irgendwas ist ja immer" - Steven Hensel