Ein wunderbarer Schweden-Urlaub

Kurzurlaub. Schweden. Einfach mal raus. Ein bisschen Heile-Welt so für zwischendurch. Das waren meine Gedanken, als ich meine Freundin Sarah gefragt habe, ob ich sie, ihren Mann und ihr Kind, besuchen kommen darf. „Whoop whoop“ war ihre Antwort. Gesagt – getan – gebucht.

Nach einigen sehr stressigen Wochen auf der Arbeit in denen ich mich wirklich beweisen musste im neuen Job, ging es für mich früh morgens Richtung Flughafen, mit ein bisschen Fernweh im Gepäck. Die Wiedersehensfreude war groß – wir hatten uns schließlich sieben lange Tage nicht gesehen.

Um es kurz zu machen: Die Schweden machen so viel richtig! Vor allem aber im Stadtbild und im öffentlichen Raum sind die Schweden uns Lichtjahre voraus. Ich hatte in Stockholm (und Umgebung) in der Tag das Gefühl, die Innenstadt gehöre den Menschen, die die Umgebung auch wirklich öffentlich nutzen, anstatt einfach nur eine Straße entlang zu gehen oder von A nach B zu kommen. Ich kann das schlecht beschreiben.

Es fängt mit öffentlichem Parks an, wo sich verliebte Paare zurück ziehen können oder Familien generationsübergreifend mit Freunden picnicken und einen schönen Tag verbringen. Es geht aber noch weiter mit öffentlichen Einrichtungen die stilvoll und einladend eingerichtet sind. Und mit sinnvoll aufgeteilten Plätzen, die zum verweilen einladen, Sitzmöglichkeiten bieten und hier und da Hinweistafeln und kleine Gerätschaften zum erkunden bieten. Sowas gibt es nicht in Deutschland. Oder nur sehr selten mal in Activity-Parks oder kulturellen Einrichtungen oder in Künstlervierteln. Es ist echt crazy wie wohl ich mich in Stockholm gefühlt habe.

Allerdings auch immer etwas wie ein hässliches deutsches Entlein. Auch wenn sich das Klischee des „hübschen Schwedens“ jetzt nicht so erfüllt hat meiner Meinung nach, so muss ich doch neidvoll eingestehen, dass die Schweden uns auch in Sachen Mode und Lifestyle überlegen sind. Es fängt bei modischen Accessoires an und geht hin bis zu Umverpackungen im Lebensmittelbereich, die einfach stilvoll und liebevoll gestaltet sind.

Vielleicht bin ich aber auch positiv voreingenommen von Schweden, da ich bereits 1991 mit meiner Wahlfamilie für drei Wochen in Schweden war und den bisher schönsten Urlaub meines Lebens verbrachte. Meine Gefühle für diesen Urlaub und diese Zeit sind liebevoll umnebelt wie Astrid-Lindgren Geschichten von Saltkrokan und Vorleseabende mit Kalle Blomquist.

Sarah, Magnus, Mika und ich haben uns eine schöne Zeit gemacht mit vielen Gesprächen, interessanten Geschichten, vielen Spaziergängen und wir haben einfach eine entspannten Urlaub miteinander verbracht. Das ich solche Freunde habe, dafür bin ich sehr dankbar und demütig. Dieses Privileg hat nicht jeder und ich bin immer froh die drei zu sehen. Sarah und Magnus habe ich während des Studiums kennen gelernt und wir haben uns seit immerhin fast 15 Jahren unsere Freundschaft bewahrt. Gibt nur noch eine Hand voll Menschen mit denen ich sehr regelmäßig in Kontakt stehe und ich bin froh sie in meinem Leben zu haben. So, genug geschwärmt.

Kurzum: Schweden war toll. Siehe Video:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

"Irgendwas ist ja immer" - Steven Hensel